 |
 |
 |
|
| |
Daten & Fakten |
|
|
Firmengründer:
|
Fritz Leonhardt (*1909 †1999) |
|
| und Namensgeber:
|
Wolfhart Andrä (*1914 †1996)
Partner waren:
Willi Baur, Kuno Boll, Horst Falkner, Bernhard Göhler, Willibald Kunzl, Jörg Schlaich und Wilhelm Zellner
|
| 1939 |
beginnt die Zusammenarbeit von Fritz Leonhardt und Wolfhart Andrä im
Ingenieurbüro Dr.- Ing. Fritz Leonhardt, Regierungsbaumeister, in München u.a. mit der Planung eines neuen Hauptbahnhofs für München
und Hängebrücken für Dänemark.
|
 |
| 1946 |
führen Fritz Leonhardt und Wolfhart Andrä die Zusammenarbeit im
Ingenieurbüro Dr.- Ing. Fritz Leonhardt, Regierungsbaumeister in Stuttgart fort.
Im Anschluss an die Planung der Rheinbrücke Köln Deutz, der ersten
schlanken stählernen Hohlkastenbrücke mit 184 m Hauptspannweite, entstehen
grundlegende Arbeiten und Erfindungen auf dem Gebiet des Spannbetonbaus.
Im Zusammenhang mit der Planung von Brücken über die Mosel, Elz, Donau
und den Neckar wird das Spannverfahren Baur Leonhardt (konzentrierte
Spannglieder) und später das Verfahren Leoba AK (Leonhardt
Baur, Einzelspannglieder mit Aussenkeilverankerung) entwickelt.
Das Standardwerk "Spannbeton für die Praxis" wird verfasst.
|


|
1953 |
Mit der Gründung der Partnerschaft
Leonhardt und Andrä in Stuttgart beginnt die Zeit der grossen
Rheinbrücken und der Fernsehtürme.
Für Stuttgart wird der erste Stahlbeton- Fernsehturm geplant,
und, in der Folge bis auf wenige Ausnahmen, alle weiteren Sondertürme
und Typentürme in Deutschland, so z.B. die Türme in Hamburg, Mannheim,
Kiel, Koblenz, Köln, Nürnberg und Frankfurt.
Der Schillersteg in Stuttgart wird als Schrägkabelbrücke
mit Paralleldrahtbündeln der Vorläufer für eine nachfolgende Generation
grosser Schrägkabelbrücken in aller Welt.
Für Porto Allegre, Brasilien wird ein 5665 m langer Brückenzug mit
einer Hubbrücke geplant.
Der Entwurf einer Monokabel - Hängebrücke über den Rhein bei
Emmerich wird leider nicht verwirklicht.
In Venezuela entsteht die Caroni - Brücke als Einschiebebrücke
mit Vorbauschnabel und Vorläufer für das Takt-Schiebe-Verfahren,
das erstmalig 1968 bei der Innbrücke Kufstein verwirklicht
wird.
Beim Pumpspeicherwerk Glems wird erstmalig für ein 80 m langes
Bauwerk die fugenlose Bauweise mit mässiger Vorspannung verwirklicht.
Entwicklungsarbeiten für Paralleldrahtbündel und Parallellitzenbündel
und deren Verankerung mit hoher Ermüdungsfestigkeit finden u.a. erste
Anwendungen bei der vorgespannten Seilnetzkonstruktion des
Deutschen Pavillons auf der Expo 67 in Montreal.
|



|
1970 |
Die Gründung der Gesellschaft
Leonhardt, Andrä und Partner, Beratende Ingenieure VBI, GmbH
in Stuttgart ist Auftakt für die Zeit der Taktschiebebrücken, der
Schrägkabelbrücken, der Grossbrücken für die Neubaustrecken der
Bundesbahn, der Seilnetz- und Zeltdächer, Hochschulen, Verwaltungs-
gebäude und Krankenhäuser.
Prominentestes Zeugnis der Seilnetzkonstruktionen ist das Olympia
Dach in München, zur gleichen Zeit entsteht als Schalenkonstruktion
das Hyparschalendach für das Hallenbad Hamburg Sechslingspforte.
Für dem Wettbewerb für eine Brücke über die Strasse von Messina
wurde die bisher grösste Schrägkabelbrücke mit 1300 m Hauptspannweite
entworfen und prämiiert.
Die Schrägkabelbrücke Zarate Brazo Largo verwirklicht erstmalig
eine Schrägkabelbrücke mit aerodynamisch gestaltetem Querschnitt
für Strasse und schweren Eisenbahnverkehr.
Die Oberkasseler Brücke in Düsseldorf ist nach der Kniebrücke und
der Theodor Heuss Brücke jüngstes Mitglied der Düsseldorfer Brückenfamilie.
Der Querverschub der Oberkasseler Brücke krönt die Entwicklung des
Neotopf-Gleitlagers.
Die Schrägkabelbrücke mit Spannbetonüberbau über den Columbia
River zwischen Pasco und Kennewick ist die erste einer Brückenserie
mit unterschiedlichen Überbauten in den USA, u.a. East-Huntington,
Burlington, Baytown und der Entwurf der Sunshine-Skyway Brücke.
Zum Bau der Hochgeschwindigkeits-Neubaustrecken der DB AG tragen
wir mit zahlreichen Brücken bei, u. a. den Mainbrücken Gemünden
(Sprengwerk mit Stützweite von 135 m) und Veitshöchheim (162
m weit gespannter Bogen), dessen Überbau als längste Taktschiebebrücke
in das Guinnesbuch der Rekorde kam.
Durch intensive Forschung zu Verbundträgern im Bereich negativer
Momente tragen wir maßgebend zur Entwicklung von Verbundbrücken
ohne Längsvorspannung über den Stützen bei. Mit gevoutetenTrägern
und einem Betondruckgurt an den Stützen wurde für Verbundbrücken
ein neuer Stützweitenbereich erschlossen, z. B. mit der Mainbrücke
Nantenbach der DB AG, Mittelöffnung 208 m und der Caronibrücke
in Venezuela, Mittelöffnung 214 m. Bei beiden Brücken wurde
zum ersten Mal die Perfobondleiste eingesetzt.
Ein weiterer Schwerpunkt werden die ingenieurmäßige Sanierung, der
Umbau und die Erneuerung von Brücken unter Verkehr.
Bei der Ausführung der geplanten Türme entsteht aus der Beobachtung
des Aufwindes in Turmschäften die Idee zum Bau von Aufwindkraftwerken,
die bisher allerdings nur in einem Versuchsbau in Spanien erprobt
wurde.
Im Hochbau setzt sich das Deckensystem Flachdecke mit der
Lösung der Durchstanzproblematik durch die Entwicklung von Dübelleisten
allgemein durch. Diese Bauweise erweist sich insbesondere bei grossen
fugenlosen Bauten mit bis zu 200 m Gebäudelänge, z.B. beim Bundespostministerium
in Bonn, IBM Verwaltungszentrum in Ehningen, BASF Ingenieurbauten
in Ludwigshafen oder der Daimler Chrysler Konzernzentrale
in Stuttgart, als besonders wirtschaftlich.
Synergieeffekte zwischen Brücken- Tunnel- und Hochbau ermöglichen
u.a. die Überbauung der Stadtautobahn Berlin Wilmersdorf
(Schlangenbader Strasse) oder der Rauchgasentschwefelungsanlage
des Kohlekraftwerks der Technischen Werke in Stuttgart über der
Neckartalstrasse.
Ein besonders leistungsfähiges Verbundmittel zwischen Stahl und
Beton mit hoher Betriebsfestigkeit, die Perfobondleiste,
wird erstmals bei der Caroni - Verbundbrücke in Venezuela
eingesetzt.
|







|
1991 |
Nach der Wiedervereinigung werden ergänzend zum Stuttgarter Büro die
Niederlassungen in Berlin, Dresden, Erfurt und Leipzig
gegründet.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit von nunmehr 170 Mitarbeitern aus
allen Teilen des wiedervereinigten Deutschland findet u.a. ihren
Niederschlag bei der Planung von fast allen neuen Elbebrücken,
und den Grossbauvorhaben in Berlin, insbesondere beim Reichstagsgebäude.
Die Bandbreite der Aufgaben reicht von Tiefbauten, z.B. der
Baugrube für den Lehrter Bahnhof, dem U-Bahnhof
Mendelssohn-Bartholdy-Park, der Abfangung des A+T Gebäudes
über S- und U-Bahn am Potsdamer Platz, schwierigen innerstädtischen
Um- und Neubauten beim Bauvorhaben Oberbaum - City
bis zu attraktiven Stahl - Glas Konstruktionen beim Bollwerkgebäude
der Landesgirokasse (LB-BW) in Stuttgart, der Bundesgeschäftsstelle
der CDU in Berlin oder bei der Gläsernen Fabrik für VW
in Dresden.
Ein Beitrag zur Energiegewinnung der Zukunft leisten wir mit der
Planung des Plasma-Forschungsinstituts und Fusionsreaktors der
Max Planck Gesellschaft in Greifswald.
Kliniken in Heidelberg und Tübingen, Universitätsbauten
in Magdeburg, das Zeppelin Museum in Friedrichshafen und
das Bildermuseum im Leipzig, das Neue Theater in Erfurt,
das REMU Hochhaus in München (zusammen mit Boll und Partner),
die Deutsche Industriebank und das SMS DEMAG Verwaltungsgebäude
in Düsseldorf, Tunnelbauten und Galerien bei der Umfahrung
von Ravensburg oder in Ertingen, oder die neuartige Autobahnbrücke
mit Doppelverbund und Trapezblech- stegen über den Altwipfergrund
stehen stellvertretend für die Aufgaben in ganz Deutschland.
Im Ausland sind nach wie vor grosse Schrägkabelbrücken in
der Planung und im Bau, so z.B. in Argentinien, Finnland, Norwegen,
Schweden, Korea und Hong-Kong.
Weitere bemerkenswerte Brücken im Ausland sind die Galata-Brücke
in Istanbul, die flächenmäßig größte Klappbrücke der Welt und die
La Cartuja Brücke für die Expo ´92 in Sevilla, ein extrem
schlanker, einseitig gevouteter Stahlträger, der in nur einem Monat
(!) Ausführungsreif geplant und in einem Jahr gebaut wurde.
Wie bei den Brücken kann sich beim Millennium Turm in Portsmouth
auch die gestalterische Kreativität unserer Ingenieure entfalten.
Zur Bewältigung von umfangreichen Aufgaben bei der Prüfung und Überwachung
von Brücken im Zuge von Schnellbahntrassen in Taiwan wurde 1999
eine Niederlassung Taipeh gegründet.
Die traditionelle Entwicklung von Spannverfahren wird mit dem Verfahren
Leoba Carbodur fortgesetzt, bei dem Kohlefaserlamellen
als Zugglieder verwendet werden, das 1997 erstmals bei der Sanierung
einer Brücke in Gomadingen angewendet wurde.
Hohe fachliche Qualifikation, Flexibilität, Begeisterung für die
Aufgabe, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein im Sinne des
Vermächtnisses von Fritz Leonhardt und seinen Partnern zeichnen
heute und in Zukunft die Mitarbeiter des Büros aus.
|







|
| |
 |
|
 |
Artikel in "New Civil Engineer
International"
(Januar 1983)
von Bill O´Neill
Archiv der Universität von Berkeley CA. U.S.A.
The Structures of LAP in the Internet!
http://nisee.berkeley.edu/leonhardt
|
|
| |
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
|
|