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  Niederlassung
Stuttgart
   
 
   
Baugrube Olgahospital und Frauenklinik Stuttgart   
   
   
Die Landeshauptstadt Stuttgart vertreten durch das Hochbauamt realisiert auf dem Gelände des Klinikums Stuttgart in Stuttgart Mitte den Neubau des Olgahospitals und der Frauenklinik (OHFK).

Der Baukörper mit Grundrissabmessungen von ca. 160m x 105m besteht aus drei Untergeschossen und bis zu 7 Obergeschossen. Der gesamte Baukörper wird am Rande des Stuttgarter Talkessels unmittelbar vor dem steil ansteigenden Kriegsberg errichtet. Aufgrund dieser Topografie ist im Norden ein Geländeeinschnitt von ca. 15m erforderlich. Mit dem Aushub der Untergeschosse im Norden ergibt sich eine zu sichernde Verbauhöhe von ca. 26m. Dieser künstliche Geländesprung wurde mit einer überschnittenen Bohrpfahlwand (d=90cm) gesichert. Die Sekundärpfähle sind mit 11 Ankerlagen rückverankert mit Ankerlängen von bis zu 29m. Die Erddrucklasten aus dem Hang konnten nur im Fußbereich der Bohrpfahlwand in das Gebäude eingeleitet werden, weshalb in diesem Bereich Semipermanentanker (Standzeit 4 Jahre) eingebaut wurden. Der obere Bereich der Bohrpfahlwand ist mit Daueranker rückverankert.

Durch die Grundstücksverhältnisse im Norden ergab sich an der überschnittenen Bohrpfahlwand eine in die Baugrube einspringende Ecke. Die sich dadurch kreuzenden Anker wurden beim Bohren messtechnisch überwacht, um Ankerkollisionen auszuschließen. Alle Anker (ca. 420 Stück) konnten innerhalb der zulässigen Toleranzen kollisionsfrei eingebohrt werden.

Der Aushub der Untergeschosse (11m bis 18m) an der Ost, West und Südseite ist mit einem Trägerverbau mit 3 bis 5 Ankerlagen Temporäranker gesichert.

Durch die auf dem Baufeld stehenden Technikgebäude zur Versorgung des Katharinenhospitals musste der Neubau und damit auch die Baugrube in zwei Bauphasen aufgeteilt werden. Die Bauphase II kann erst begonnen werden, wenn in der Bauphase I die Energiezentrale in Betrieb ist, um das Katharinenhospital zu versorgen. Durch diese Vorgabe war noch zusätzlich ein Trägerverbau für die Bauphase I entlang der Bauphasenlinie notwendig. Dieser Verbau musste auf die in Betrieb stehenden Versorgungsgebäuden abgestimmt werden. Der Verbau wird für die Bauphase II komplett rückgebaut.

Das Baufeld liegt im Innenbereich der Mineralwasserschutzzone. Als Bodenschichten lagen neben den künstlichen Auffüllungen quartäre Schichten und der für den Stuttgarter Baugrund typische Gipskeuper vor.

Mit der Baugrube der Bauphase I mit der im Norden liegenden überschnittenen Bohrpfahlwand mit 26m Verbauhöhe wurde im August 2007 begonnen und war im September 2008 fertiggestellt.

Hier ein Video zur Baugrube OHFK ansehen (MS-WMV-File 25MB):
http://www.lap-consult.com/bilder_projekte/stuttgart/ohfk_baugrube_lap.wmv

Hier geht es zum Neubau OHFK:
http://www.lapconsult.de/projekt.php?sp=00259
 
   
   
Leistungen: Leistungsphasen 1-8
   
Projektzeitraum: Planung: Januar 2006 - Mai 2007
Ausführung BPH I: August 2007 - September 2008
   
Technische Daten: Bohrpfähle: ca. 6000 m
Daueranker: ca. 21880 m
Semipermanentanker: ca. 9300 m
Temporäranker: ca. 5500 m
Pfahlkopfbalken: ca. 180 m
Profilstahl Träger: ca. 460 t
Holzausfachung: ca. 2500 m²
Spritzbetonausf.: ca. 1700 m²
Pfahlbewehrung: 202 to
Spritzbetonbewehrung: 28 to
Aushub: ca. 350000 m³
   
Bauherr: Landeshauptstadt Stuttgart, vertreten duch das Hochbauamt der Stadt Stuttgart
   
Beteiligte: Architekt: Planungsgemeinschaft HPP::SFP - Stuttgart
Bodengutachter: CDM Consult GmbH - Stuttgart
Prüfingenieur: Braschel Control GmbH - Stuttgart
Arge Baugrube: Züblin Spezialtiefbau GmbH
Bauer Spezialtiefbau GmbH
Karl Fischer GmbH & Co. OHG
   
Projektstandort: Stuttgart

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